Das Jahr 2026 wird für drei Ausnahmetalente der Badminton-Abteilung des TV Refrath ein besonders spannendes. Vom 18.-27.August finden in Tatabanya (Ungarn) die Jugendeuropameisterschaften statt. Für dieses Turnier möchten sich die drei unbedingt qualifizieren und dann dort um die Medaillen mitspielen.
Kalliope Hermel und Maike Iffland besuchen das Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg, wo sie im Frühjahr 2027 ihr Abitur machen möchten. Sie spielen seit zehn Jahren Badminton und trainieren mindestens einmal täglich beim TV Refrath. Vor eineinhalb Jahren haben sich die beiden inzwischen 17-jährigen gegen einen Wechsel an den Bundesnachwuchsstützpunkt in Mülheim/Ruhr entschieden und dafür, weiterhin im heimischen Umfeld zu leben statt am „Badmintoninternat“.
Ganz im Gegensatz dazu hat Fynn Ohliger, ebenfalls 17 Jahre alt und seit seinem 12.Lebensjahr beim TVR, den Schritt nach Mülheim im Sommer 2024 gewagt und trainiert seitdem zweimal täglich vor Ort bei den zuständigen Bundestrainern. Er gehört dem Nachwuchskader des Deutschen Badminton-Verbandes an, während sich Hermel und Iffland gemeinsam mit dem Trainerteam des TV Refrath auf ihr Ziel vorbereiten.
Trotz ihrer unterschiedlichen Wege bestreiten die drei Leistungssportler die „Road to EM“, auf der im Zeitraum August 25 bis Mai 26 insgesamt zwölf Qualifikationsturniere liegen, gemeinsam. Sechs der zwölf anvisierten Turniere sind absolviert und die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Fynn Ohliger hat mit seinem Partner Linus Emmerich den Sprung unter die besten 8 europäischen Paarungen in der U19-Doppel-Weltrangliste geschafft, die beiden Mädchen stehen gemeinsam aktuell sogar auf Platz Eins in Europa.
Bei allen sechs Turnieren im Qualifikationszeitraum kamen die Refratherinnen mindestens bis ins Halbfinale. Jüngster Höhepunkt war im November der Turniersieg bei den Czech Junior in Orlova. Es folgten die Deutsche Vizemeisterschaft als junger Jahrgang sowie am vergangenen Wochenende Platz 3 bei den German Ruhr International.
Die drei Refrather möchten sich im Doppel und auch im Mixed für die EM 2026 zu qualifizieren, Kalliope Hermel hat zudem noch eine Chance im Mädcheneinzel, wo sie aktuell Platz 25 in Europa belegt.
Von den sechs bis dahin noch ausstehenden Qualifikationsturnieren finden drei in Deutschland, eins in den Niederlanden und zwei in Frankreich statt, danach erfolgt die finale Nominierung.
Bis dahin werden sich alle drei ihre Sommerferien 2026 freihalten und noch keinen Urlaub buchen.
Fotos: Randy Berends




