Was 2022 in der Altersklasse U15 als Ziel formuliert wurde, ist vier Jahre später Wirklichkeit geworden: Kalliope Hermel und Maike Iffland reisen mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft nach Tatabanya (Ungarn) und nehmen dort an den Europameisterschaften teil.
Begleitet werden sie von Heinz Kelzenberg, der erfreulicherweise neben den beiden Bundestrainern zum dreiköpfigen Trainerteam des Deutschen Badminton-Verbandes gehört.
Neben den beiden Mädchen gehören zudem noch Fynn Ohliger, seit vielen Jahren im TVR und inzwischen am Bundesstützpunkt in Mülheim lebend, sowie Neuzugang Milan Zeisig zum schwarz-rot-goldenen Aufgebot.
Heinz Kelzenberg: „Während die Nominierung der beiden Jungs völlig logisch ist, da sie im Verbandssystem trainieren und sich sportlich qualifiziert haben, ist die Teilnahme von Kalliope und Maike so etwas wie ein Einzelfall und das Ergebnis unserer Vereinsarbeit“.
Hermel und Iffland hatten sich 2024 gegen einen Wechsel an den Stützpunkt und das Internat in Mülheim entschieden und für den Verbleib im heimischen Verbundsystem Schule, Elternhaus und Verein.
Heinz Kelzenberg, seit 5 Jahren einer der zuständigen Trainer, aber in erster Linie Ansprechpartner, Coach und Koordinator für die beiden Mädchen auf der „Road to EM“, ist vor allem stolz auf seine Athletinnen: „Sicherlich haben sie bei uns in Refrath Top-Bedingungen, aber weniger Training als Ihre Konkurrenz, die alle an Stützpunkten leben und trainieren. Doch am Ende zählen die Leistungen und die stimmen nicht nur sportlich, sondern auch in der Schule“. Beide haben super Schulnoten und steuern nächstes Jahr auf einen „Einser-Durchschnitt im Abitur hin“.
Sportlich haben nicht nur die Spielerinnen, sondern auch das TVR-Trainerteam, welches neben Kelzenberg aus Daniel Winkelmann, Holger Hasse und Athletikcoach Robin Olmeda besteht, „abgeliefert“: In der Qualifikationsphase zur EM haben sich Kalliope Hermel und Maike Iffland unter die TOP-15 der Weltrangliste bzw. nun final auf Setzplatz 4 bei der EM gespielt. Das Ziel lautet inzwischen: „Gewinn einer Medaille im Mädchendoppel und mit der Mannschaft“.
Während die Auslosung im Individualwettbewerb erst kommende Woche veröffentlicht wird, ist der Weg zum Ziel mit der Mannschaft seit gestern klar: Litauen, Schweden und Luxemburg sind die Gruppengegner auf dem Weg in die K.O.-Runde, wo dann noch ein weiterer Sieg notwendig wäre, um eine Medaille zu sichern.
Auch Fynn Ohliger hat für seinen Jahreshöhepunkt in Ungarn ein ehrgeiziges Ziel formuliert und möchte mit seinem Partner Linus Emmerich eine Medaille im Jungendoppel und zusätzlich mit dem Team holen.
Für den 64-jährigen Kelzenberg ist schon die Teilnahme an der EM ein Höhepunkt in seiner langen, sehr erfolgreichen Trainerlaufbahn: „Ich gehe als Trainer Ende des Jahres in den Ruhestand und freue mich über das Vertrauen, welches mir der Verband persönlich ausgesprochen hat. Auch ich habe in den letzten Jahren sehr viel Zeit und Energie in unser Vereinsprojekt investiert und bin gespannt darauf, wie die EM laufen wird. Alles ist möglich, das Wichtigste ist, dass wir weiterhin selbstbewusst, optimistisch und konzentriert bleiben“.
Die Anreise nach Tatabanya beginnt am 15.8., drei Tage vor Turnierbeginn. Die Rückreise ist für den Abend des 27.8. gebucht, dies wäre wenige Stunden nach den Siegerehrungen. Alle Beteiligten wünschen sich, an diesem Tag Medaillen im Handgepäck mit nach Hause bringen zu können.



