Die Jugend-EM im Badminton im ungarischen Tatabanya ging für den TV Refrath sehr erfolgreich zu Ende. Kalliope Hermel und Maike Iffland holten sich die Bronzemedaille mit der deutschen Nationalmannschaft und ebenfalls Bronze im Damendoppel.
Ebenfalls Bronze holten die beiden Refrather Jungen Fynn Ohliger und Milan Zeisig im Teamturnier, welches dramatischer nicht hätte sein können. An den knappen Erfolgen über Schweden, Litauen und Estland hatten vor allem Hermel, Iffland und Ohliger großen Anteil und gewannen alle ihre Spiele für Deutschland. Am Ende war gegen den späteren Gewinner Frankreich im Halbfinale Endstation.
Im Individualturnier unterlagen Fynn Ohliger im Doppel und Milan Zeisig im Einzel leider direkt in der ersten Runde. Somit ruhten die Hoffnungen auf dem an Position 4 gesetzten Doppel Hermel/Iffland, welches vor Ort von Heimtrainer Heinz Kelzenberg betreut wurde.
Nach einem recht lockeren Auftaktsieg gegen eine Paarung aus der Schweiz, mussten die beiden Refratherinnen im Achtelfinale am Dienstag bereits alles aufbieten und über drei Sätze gehen. Die Estinnen Paskotsi/liias erwiesen sich als unangenehme Gegnerinnen, gewannen den ersten Durchgang 21:13, unterlagen dann jedoch 8:21, 17:21.
Noch am selben Tag ging es gegen die Ukrainerinnen Poperezhai/Rozhkovan bereits um eine Medaille. Kalliope Hermel und Maike Iffland hielten dem immensen Druck ihrer Gegnerinnen stand, erwiesen sich als extrem nervenstark und lagen sich nach dem 21:19, 22:20-Erfolg jubelnd in den Armen – die erhoffte Medaille im Individualwettbewerb war unter Dach und Fach.
Nun hieß es am Mittwoch im Halbfinale, dem besten europäischen Doppel, Demir/Ocakoglu aus der Türkei Paroli zu bieten. Dies gelang den Refratherinnen bis 22:20, 13:11 nahezu perfekt, bevor die physische Überlegenheit der späteren Europameisterinnen zu groß wurde. Nach 1 Stunde und 1 Minute endete das Spiel 22:20, 16:21, 7:21.
Trotzdem waren Hermel/Iffland mehr als glücklich über die Bronzemedaille und Coach Heinz Kelzenberg schloss sich zufrieden an: „Dies ist ein riesengroßer Erfolg, da beide ausschließlich in unserem Refrather Vereinssystem trainieren und zur Schule gehen, während ihre Gegnerinnen den Sport wie Profis ausüben. Wir alle sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben.“
Eine weitere Belohnung folgte unmittelbar: Beide wurden für die Mitte Oktober in Kairo stattfindenden Weltmeisterschaften nominiert.



